Wie im Himmel (Einzel-DVD)
angelegt von annika@edelight am 16.12.2008 unter filmjunkie
Der schwedische Star-Dirigent Daniel Daréus erleidet nach einem Konzert einen totalen Zusammenbruch. Die Ärzte prophezeien ihm den baldigen Tod, wenn er sein Leben nicht von Grund auf ändert. Als Daniel begreift, dass ihm sein Leben zu entgleiten droht, zieht er sich in das Dorf seiner Kindheit zurück. Obwohl ihn dort nicht nur schöne Erinnerungen erwarten, beginnt er nach und nach zu sich selbst zu finden. Dabei spielt die Musik, von der Daniel nicht lassen kann, eine wesentliche Rolle: Er übernimmt die Leitung des örtlichen Kirchenchors und zeigt der bunt zusammen gewürfelten Gruppe von Hobby-Sängern völlig neue Wege auf, die Musik und damit auch sich selbst zu entdecken und zu finden. Doch seine Methoden stoßen nicht überall auf Anklang und bald schon sieht sich Daniel mit ernsten Problemen konfrontiert.
Wie im Himmel war der erste Film des Regisseurs Kay Pollak seit 18 Jahren: Pollak hatte die Regie aufgegeben, nachdem der schwedische Ministerpräsident Olof Palme nach dem Besuch seines letzten Films ermordet worden war. 2005 wurde der langlebige Kino-Hit, der in Schweden mit über zwei Millionen Besuchern zu den erfolgreichsten Filmen der letzten Jahre zählte, als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert. Die Geschichte ist zwar recht konventionell inszeniert und sehr gefühlvoll angelegt, entgleitet aber nicht ins kitschige Klischee. Pollak konzentriert sich vor allem auf das stimmige Porträt der kleinen, manchmal auch engstirnigen Dorfgemeinschaft, aus der er einige sehr genau beobachtete Charaktere herausgreift und deren Lebenswege mit liebevoller Zuneigung begleitet.
Die wundervolle Musik des Films stammt von Stefan Nilsson. In der Rolle der misshandelten Gabriella beeindruckt die schwedische Sängerin Helen Sjöholm, die von Abbas Benny Andersson entdeckt wurde, in ihrem ersten Kinoauftritt. Vor allem „Gabriellas Song“ wird einen so schnell nicht los lassen. Ein mitreißender und bewegender Film, der noch lange nachwirkt. -- Birgit Schwenger
MovieGod.de
Der Film: Stardirigent Daniel Daréus (Michael Nyqvist) kehrt nach einem schweren Herzanfall in das Heimatdorf seiner Kindheit zurück, um dem Stress der Metropole zu entfliehen. Als er die Leitung des kleinen örtlichen Kirchenchors übernimmt, ändert sich nicht nur sein Leben.
Die DVD: Die schlichte Einzeldisc-Edition muss ohne Booklet auskommen. Lediglich ein Flyer liegt bei, mit Werbung für den Soundtrack. Nach Sprachwahl, kurzer Copyright-Notiz und Verleihvorspann geht es fix ins hübsche und mit dynamischer Musik unterlegte Menü.
Das Bild: Visuell bleibt Wie im Himmel die meiste Zeit gefällig. Die kalten Bilder zu Anfang sind kontrastreich und scharf, nur an zwei Stellen gibt es Aussetzer: Direkt am Anfang (im Kornfeld) und beim Zählerstand 7:42 Minuten, als der herumrutschende LKW Schnee aufwirbelt, kommt die Kodierung nicht ganz mit und produziert digitale Artefakte. Im weiteren Verlauf des Films fällt nur noch gelegentliches Zeilenflimmern auf, z.B. in Kapitel 11 bei Minute 55:55 auf dem Dach des Hauses. Rauschen ist kaum auszumachen, sonstige Defekte gibt es nicht.
Der Ton: Die dialoglastigen Szenen sind angenehm zurückhaltend, die dramatischen Passagen dynamisch und breit. Die Musik erfüllt den ganzen Raum, hier und da gibt es auch darüber hinaus direktionale Effekte. Genau so, wie man es sich von einem Musikfilm wünscht, wobei die schwedische Spur noch ein gutes Stück dynamischer aufspielt als die deutsche.
Fazit: Kay Pollacks zu Recht oscarnominierter Film gibt sich in der hier getesteten Edition spartanisch, aber qualitativ angemessen. Die minimalen Bildfehler sind zu verschmerzen, viel wichtiger ist der kraftvolle Ton, der die bewegende Geschichte eindrucksvoll ins Wohnzimmer transportiert. Zugreifen. Felix "Flex" Dencker
Alle Rezensionen
Wie im Himmel war der erste Film des Regisseurs Kay Pollak seit 18 Jahren: Pollak hatte die Regie aufgegeben, nachdem der schwedische Ministerpräsident Olof Palme nach dem Besuch seines letzten Films ermordet worden war. 2005 wurde der langlebige Kino-Hit, der in Schweden mit über zwei Millionen Besuchern zu den erfolgreichsten Filmen der letzten Jahre zählte, als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert. Die Geschichte ist zwar recht konventionell inszeniert und sehr gefühlvoll angelegt, entgleitet aber nicht ins kitschige Klischee. Pollak konzentriert sich vor allem auf das stimmige Porträt der kleinen, manchmal auch engstirnigen Dorfgemeinschaft, aus der er einige sehr genau beobachtete Charaktere herausgreift und deren Lebenswege mit liebevoller Zuneigung begleitet.
Die wundervolle Musik des Films stammt von Stefan Nilsson. In der Rolle der misshandelten Gabriella beeindruckt die schwedische Sängerin Helen Sjöholm, die von Abbas Benny Andersson entdeckt wurde, in ihrem ersten Kinoauftritt. Vor allem „Gabriellas Song“ wird einen so schnell nicht los lassen. Ein mitreißender und bewegender Film, der noch lange nachwirkt. -- Birgit Schwenger
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Der Film: Stardirigent Daniel Daréus (Michael Nyqvist) kehrt nach einem schweren Herzanfall in das Heimatdorf seiner Kindheit zurück, um dem Stress der Metropole zu entfliehen. Als er die Leitung des kleinen örtlichen Kirchenchors übernimmt, ändert sich nicht nur sein Leben.
Die DVD: Die schlichte Einzeldisc-Edition muss ohne Booklet auskommen. Lediglich ein Flyer liegt bei, mit Werbung für den Soundtrack. Nach Sprachwahl, kurzer Copyright-Notiz und Verleihvorspann geht es fix ins hübsche und mit dynamischer Musik unterlegte Menü.
Das Bild: Visuell bleibt Wie im Himmel die meiste Zeit gefällig. Die kalten Bilder zu Anfang sind kontrastreich und scharf, nur an zwei Stellen gibt es Aussetzer: Direkt am Anfang (im Kornfeld) und beim Zählerstand 7:42 Minuten, als der herumrutschende LKW Schnee aufwirbelt, kommt die Kodierung nicht ganz mit und produziert digitale Artefakte. Im weiteren Verlauf des Films fällt nur noch gelegentliches Zeilenflimmern auf, z.B. in Kapitel 11 bei Minute 55:55 auf dem Dach des Hauses. Rauschen ist kaum auszumachen, sonstige Defekte gibt es nicht.
Der Ton: Die dialoglastigen Szenen sind angenehm zurückhaltend, die dramatischen Passagen dynamisch und breit. Die Musik erfüllt den ganzen Raum, hier und da gibt es auch darüber hinaus direktionale Effekte. Genau so, wie man es sich von einem Musikfilm wünscht, wobei die schwedische Spur noch ein gutes Stück dynamischer aufspielt als die deutsche.
Fazit: Kay Pollacks zu Recht oscarnominierter Film gibt sich in der hier getesteten Edition spartanisch, aber qualitativ angemessen. Die minimalen Bildfehler sind zu verschmerzen, viel wichtiger ist der kraftvolle Ton, der die bewegende Geschichte eindrucksvoll ins Wohnzimmer transportiert. Zugreifen. Felix "Flex" Dencker
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