Viva La Vida
angelegt von fashionista am 26.06.2008 unter lieblings cds sommer 08
Coldplay veröffentlichen ihr mittlerweile viertes Studio Album mit dem Titel Viva La Vida.
Das Album ist Zeugnis für die künstlerische Entwicklung des Freundeskollektivs aus England und unterstreicht erneut den Status der Band, die seit ihrem Debüt im Jahr 2000 mehr als 35 Millionen Platten verkauft hat. Produziert von Brian Eno (U2/Roxy Music) und Markus Dravs (Arcade Fire), überzeugen die zehn neuen Songs neben aller hörbaren Experimentierfreude wie gehabt mit großen, lebensbejahenden Refrains.
Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt - alles zwischen diesen beiden emotionalen Extremen verarbeiten Coldplay auf Viva La Vida. beeindruckend zu Musik und Texten, die einmal mehr die Ausnahmestellung dieser Band in der heutigen Musiklandschaft untermauern. Die Band klammert sich dabei nicht an erfolgserprobte Formeln, sondern weist mit diesem Album einmal mehr mutig in Richtung Zukunft. Und daher besteht auch kein Zweifel an der Intensität und dem Potential des Albums. Viva La Vida. wird es wie seine Vorgänger schaffen von Millionen Coldplay Fans entdeckt, erobert, erhört und geliebt zu werden.
Die Erstauflage von Viva La Vida. erscheint in einem hochwertigen Digipack mit 12 seitigem Booklet.
kulturnews.de
In der Biografie jeder Band, die Millionen Platten verkauft, gibt es einen Punkt, an dem sie sich "weiterentwickeln" zu müssen glaubt. Statt ihr Erfolgsrezept zu verfeinern, will sie sich "neu erfinden". Warum nur? Weil sie denkt, ihr immenser Erfolg sei ein Indikator für künstlerisches Potenzial? Ojemine. Coldplay jedenfalls sind an diesem Punkt. Sie bringen Delacroix aufs Cover, holen Brian Eno als Produzenten, bauen Kirchenorgeln und Celli ein, Synthies und Spacegitarren. Kurz gesagt: Sie kümmern sich mehr um Studioschnickschnack als um die Songqualität. Natürlich gibt es noch Stellen mit dem barmendem Chris Martin am Klavier. Doch prägender sind andere Momente. Eno drückt Coldplay sogar in Richtung U2 - beim Mix aus Elektronik und perkussiv gespielter The-Edge-Gitarre wie in "42" oder "Life in Technicolor" muss man jedenfalls kein Schuft sein, um Böses zu denken ... Zur Inspiration hörte die Band Rammstein, Marvin Gaye, Radiohead oder Gershwin - womit wir die einzelnen Gründe für ihren Überehrgeiz auch schon kennen. Vielleicht reift das Album ja noch. Zurzeit aber wirkt es wie das typische Werk einer Band, die sich "weiterentwickeln" will. Und das war schon oft genug der Anfang vom Ende. "Du magst ein großer Fisch in einem kleinen Teich sein", singt Chris Martin, "aber das heißt noch lange nicht/dass du gewonnen hast/denn bald kommt ein noch größerer Fisch." Vielleicht hat er Recht. (mw)
Das Album ist Zeugnis für die künstlerische Entwicklung des Freundeskollektivs aus England und unterstreicht erneut den Status der Band, die seit ihrem Debüt im Jahr 2000 mehr als 35 Millionen Platten verkauft hat. Produziert von Brian Eno (U2/Roxy Music) und Markus Dravs (Arcade Fire), überzeugen die zehn neuen Songs neben aller hörbaren Experimentierfreude wie gehabt mit großen, lebensbejahenden Refrains.
Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt - alles zwischen diesen beiden emotionalen Extremen verarbeiten Coldplay auf Viva La Vida. beeindruckend zu Musik und Texten, die einmal mehr die Ausnahmestellung dieser Band in der heutigen Musiklandschaft untermauern. Die Band klammert sich dabei nicht an erfolgserprobte Formeln, sondern weist mit diesem Album einmal mehr mutig in Richtung Zukunft. Und daher besteht auch kein Zweifel an der Intensität und dem Potential des Albums. Viva La Vida. wird es wie seine Vorgänger schaffen von Millionen Coldplay Fans entdeckt, erobert, erhört und geliebt zu werden.
Die Erstauflage von Viva La Vida. erscheint in einem hochwertigen Digipack mit 12 seitigem Booklet.
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In der Biografie jeder Band, die Millionen Platten verkauft, gibt es einen Punkt, an dem sie sich "weiterentwickeln" zu müssen glaubt. Statt ihr Erfolgsrezept zu verfeinern, will sie sich "neu erfinden". Warum nur? Weil sie denkt, ihr immenser Erfolg sei ein Indikator für künstlerisches Potenzial? Ojemine. Coldplay jedenfalls sind an diesem Punkt. Sie bringen Delacroix aufs Cover, holen Brian Eno als Produzenten, bauen Kirchenorgeln und Celli ein, Synthies und Spacegitarren. Kurz gesagt: Sie kümmern sich mehr um Studioschnickschnack als um die Songqualität. Natürlich gibt es noch Stellen mit dem barmendem Chris Martin am Klavier. Doch prägender sind andere Momente. Eno drückt Coldplay sogar in Richtung U2 - beim Mix aus Elektronik und perkussiv gespielter The-Edge-Gitarre wie in "42" oder "Life in Technicolor" muss man jedenfalls kein Schuft sein, um Böses zu denken ... Zur Inspiration hörte die Band Rammstein, Marvin Gaye, Radiohead oder Gershwin - womit wir die einzelnen Gründe für ihren Überehrgeiz auch schon kennen. Vielleicht reift das Album ja noch. Zurzeit aber wirkt es wie das typische Werk einer Band, die sich "weiterentwickeln" will. Und das war schon oft genug der Anfang vom Ende. "Du magst ein großer Fisch in einem kleinen Teich sein", singt Chris Martin, "aber das heißt noch lange nicht/dass du gewonnen hast/denn bald kommt ein noch größerer Fisch." Vielleicht hat er Recht. (mw)



