The Paramour Sessions
angelegt von Schnegge am 23.05.2008 unter Lieblingsprodukte
Zwei Jahre nach ihrem letzten Album Getting Away With Murder präsentiert sich die 1993 gegründet Band auch auf ihrem neuen Werk wieder in bestechender Form. Entstanden ist die Platte unter der Regie von Howard Benson in den berühmten Paramour Mansion Studios in den Hollywood Hills, daher auch der Titel. Allzu viel Ehrfurcht vor dem geschichtsträchtigen Ort legte das Quartett um Sänger Jacoby Shaddix und Gitarrist Jerry Horton allerdings nicht an den Tag. Papa Roach legen gleich beim Opener "...To Be Loved" mit der gewohnten Energie los. Und was danach kommt, gleicht einem mittleren Vulkanausbruch. Papa Roach steigern sich mit Songs wie "Alive (N'Out Of Control)" und "Crash" in einen wahren Spielrausch hinein. Dabei ist es der Band letztlich egal, wohin die Reise stilistisch gesehen geht: Papa Roach fühlen sich bei Metal ebenso Zuhause wie bei Hardcore, Punkrock oder Pop. Die Formation hebt sich nicht zuletzt wegen ihrer Vielseitigkeit positiv von anderen Rockbands ab, die immer im selben, bereits bestens bekannten Gebiet unterwegs sind. Dabei klingen Papa Roach trotzdem erstaunlich unverwechselbar, egal ob sie nun stärker ihre poppige Seite betonen wie bei der Midtempo-Hymne "What Do You Do?" oder sich lieber auf knallige Rocksounds verlassen wie beim Titel "No More Secrets" verlassen. Herausstechend ist nach wie vor das Gespür der Band für eingängige Gesangshooklines wie zum Beispiel bei der packenden Hymne "Reckless" oder dem mit opulenten Streichersounds angereicherten "Roses On My Grave". Papa Roach haben mit The Paramour Sessions jedenfalls jeden Anflug von Stagnation vermieden und sich mal wieder neu Positioniert ohne dabei alte Tugenden über Bord zu werfen. --Norbert Schiegl

