Knochen zu Asche (Gebundene Ausgabe)
Dr. Tempe Brennan ist sauer -- und sie hat auch allen Grund dazu. Soeben hat ihr ein bekannter Polizist vom Skelett eines jungen Mädchens erzählt, das ohne Untersuchung seit Jahren in Polizeigewahrsam im kanadischen Distrikt Bas-Saint-Laurent-Gaspésie-Îles-de-la-Madelaine“ liegt, und der zuständige Coroner Yves Bradette weigert sich beharrlich, in diesem Fall tätig zu werden. Die forensische Anthropologin besorgt sich die Knochen, um sie zum sprechen zu bringen. Was zunächst wie das Relikt aus uralten Zeiten wirkt, entpupt sich als mörderisches Dokument aus einem besonders dunklen Kapitel der kanadischen Geschichte, in dem es um Schuld und Verstrickung, eine tabuisierte Krankheit und die damit verbundenen Verbrechen geht. Diesen an sich schon spannenden Plot verknüpft die kanadische Bestseller-Autorin Kathy Reichs ( Hals über Kopf , Totgeglaubte leben länger ) mit der Biografie ihrer Hauptdarstellerin Tempe Brennan, die nicht nur mit früheren Gefühlen konfrontiert wird, sondern auch noch plötzlich glaubt, dass das Skelett etwas mit ihrer in der Kindheit unter mysteriösen Umständen verschwundenen Freundin Évangéline zu tun haben könnte. Handelt es sich bei den Knochen gar um ihre sterblichen Überreste? Und wie stark hat der Tod der jungen Frau mit jenen widerlichen Fällen von Kinderpornografie zu tun, die Brennan im Zuge ihrer Ermittlungen aufdeckt? Wie weit und nah zugleich Brennan der Wahrheit immer wieder ist, zeigt Reichs in ihrem blendend geschriebenen, schnörkellosen Thriller immer wieder auf. So wird der Leser Zeuge einer immer wieder durch Vorurteile und Fehlschlüsse geleiteten Ermittlerin, die am Ende aber doch die -- überaus überraschende! -- Lösung findet. Wie Reichs dabei auch Einblicke in die moderne Forensik gewährt, ohne belehrend oder gar lehrbuchhaft zu werden, ist schon brillant gemacht. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
kulturnews.de
Kathy Reichs ist die Königin. Zumindest für Krimifans, die den Blick in eine verweste Bauchhöhle ebenso schätzen wie den in die Abgründe der menschlichen Psyche. Mit Band zehn der Temperance-Brennan-Reihe hat Königin Kathy ihr bestes Buch geschrieben. Das ewige emotionale Gekabbel darum, welche Rolle Noch-Ehemann Pete und welche der Geliebte Ryan spielt, ist natürlich Bestandteil des Romans. Doch in "Knochen zu Asche" ist das ausnahmsweise nicht der Grund für Tempes seelische Schieflage. Als ein unidentifiziertes, augenscheinlich sehr altes Skelett im frankokanadischen Landstrich Akadien auftaucht, fühlt sie sich an ihre vor 30 Jahren spurlos verschwundene Jugendfreundin Évangéline erinnert, die aus derselben Gegend kam. Wie besessen versucht Brennan, dem Skelett einen Namen zu geben - obwohl sie eigentlich genug mit der Identifikation einer viel frischeren Wasserleiche zu tun hat, in der die Polizei das Opfer eines Serienmörders sieht, den es zu finden gilt. Doch Tempe, stur wie immer, legt lieber eine Nachtschicht Leichenkochen ein, als ihre Intuition zu ignorieren. Am Ende laufen beide Fälle bei Évangéline zusammen - allerdings ganz anders als gedacht. (kab) kulturnews.de
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Kathy Reichs ist die Königin. Zumindest für Krimifans, die den Blick in eine verweste Bauchhöhle ebenso schätzen wie den in die Abgründe der menschlichen Psyche. Mit Band zehn der Temperance-Brennan-Reihe hat Königin Kathy ihr bestes Buch geschrieben. Das ewige emotionale Gekabbel darum, welche Rolle Noch-Ehemann Pete und welche der Geliebte Ryan spielt, ist natürlich Bestandteil des Romans. Doch in "Knochen zu Asche" ist das ausnahmsweise nicht der Grund für Tempes seelische Schieflage. Als ein unidentifiziertes, augenscheinlich sehr altes Skelett im frankokanadischen Landstrich Akadien auftaucht, fühlt sie sich an ihre vor 30 Jahren spurlos verschwundene Jugendfreundin Évangéline erinnert, die aus derselben Gegend kam. Wie besessen versucht Brennan, dem Skelett einen Namen zu geben - obwohl sie eigentlich genug mit der Identifikation einer viel frischeren Wasserleiche zu tun hat, in der die Polizei das Opfer eines Serienmörders sieht, den es zu finden gilt. Doch Tempe, stur wie immer, legt lieber eine Nachtschicht Leichenkochen ein, als ihre Intuition zu ignorieren. Am Ende laufen beide Fälle bei Évangéline zusammen - allerdings ganz anders als gedacht. (kab) kulturnews.de


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