Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet.
angelegt von esmeralda weatherwax am 14.07.2009 unter Lieblingsprodukte
Der Mensch liebt Geheimnisse, und seit dem allerersten Wort, das je niedergeschrieben wurde, haben sich die Menschen gegenseitig verschlüsselte Botschaften geschrieben. In Geheime Botschaften bietet Simon Singh, Autor des Bestsellers Fermats letzter Satz , einen Blick in die Welt der Kryptographie und der Kodes, von altertümlichen Texten bis hin zum Chiffrieren per Computer. Singhs bezwingende Geschichte ist verwoben mit Beispielen für die wichtige Rolle, die Kodes und Chiffren in der Kriegsführung, in der Politik und in königlichen Intrigen gespielt haben. Hauptthema von Geheime Botschaften ist das, was Singh "den fortwährenden evolutionären Kampf zwischen Kodemacher und Kodeknacker" nennt, der niemals so deutlich war, wie im Zweiten Weltkrieg, dem hier mehrere Kapitel gewidmet sind. Während dieses Konflikts, als die geheime Kommunikation entscheidend für den Erfolg beider Seiten wurde, wurde die Kryptologie "volljährig". Mit der Aussicht einer Niederlage konfrontiert, arbeiteten alliierte Kryptologen Tag und Nacht, um die deutschen Kodes zu brechen. Offenbar war Angst die wesentliche treibende Kraft und Notzeiten eine der Grundlagen erfolgreichen Kodebrechens. Im Informationszeitalter ist die Angst, die kryptographische Verbesserungen antreibt, kapitalistischer wie auch liberalistischer Natur. Unternehmen benötigen das Chiffrieren, um sicherzustellen, dass ihre Geheimnisse nicht in die Hände der Konkurrenz und der Regulierungsbehörden fallen, und gewöhnliche Leute brauchen es, um in einer freien Gesellschaft ihre alltägliche Kommunikation privat zu halten. Umgekehrt kommt der Kampf um größere Dechiffriergewalt vonseiten der besagten Konkurrenten und der Regierungen, die auf der Hut vor Aufständen sind. Geheime Botschaften ist eine hervorragendes Buch für alle, die verstehen wollen, wie sich das Bedürfnis nach Privatsphäre durch die Kryptographie manifestiert hat. Singhs zugänglicher Stil und verständliche Erläuterungen von komplexen Algorithmen umgehen die obskuren mathematischen Details, ohne zu sehr zu vereinfachen. --Therese Littleton
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Ohne Vertrauen in die Sicherheit des Internet-Datenaustauschs sind die viel gepriesenen Möglichkeiten des E-Business nichts wert. Wer Bank- und Behördenkontakte oder Wahlen über Internetseiten abwickeln möchte, muss garantieren können, dass die ausgetauschten Daten nicht abgehört oder manipuliert werden können. Das World Wide Web ist so konstruiert, dass diese Sicherheit nur durch Verschlüsselung der übertragenen Informationen zu erreichen ist. Still und leise sind Kryptographie und Kryptoanalyse zu einem Thema geworden, das uns alle in immer stärkerem Maße betrifft. Simon Singh liefert nun in seinem Buch „Geheime Botschaften“ eine Geschichte der Kunst der Verschlüsselung. Die zusammengetragenen Episoden spannen einen weiten Bogen vom 5. Jahrhundert vor Christus bis zur Quanten-Kryptographie unserer Tage, und die Lektüre ist fesselnd – egal, ob sie sich um die Erfindung der Kryptoanalyse im Bagdad des 9. Jahrhundert dreht, den Einsatz von Navajo-Indianern als Code-Sprecher der US-Armee im Zweiten Weltkrieg oder um das heute bei Internet-Geschäften gängige so genannte RSA-Verfahren. Singh verliert die technischen Aspekte der jeweiligen Verschlüsselungsmethoden nie aus den Augen. Durch manchmal vielleicht etwas zu ausführliche, aber immer sehr anschauliche Beispiele wird der komplexe Stoff geschickt vermittelt, und das Buch eignet sich gerade auch für Leser, die nicht über größere Mathematik-Kenntnisse verfügen. Kurz: „Geheime Botschaften“ ist allen wärmstens zu empfehlen, die sich nicht durch technische Artikel quälen, aber dennoch eine „Schlüssel“-Technik unserer modernen Gesellschaft verstehen möchten: Die Technik, der wir in Zukunft einen immer größeren Teil unserer privaten Daten werden anvertrauen müssen. Rezensent: Jörg Lippert
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Ohne Vertrauen in die Sicherheit des Internet-Datenaustauschs sind die viel gepriesenen Möglichkeiten des E-Business nichts wert. Wer Bank- und Behördenkontakte oder Wahlen über Internetseiten abwickeln möchte, muss garantieren können, dass die ausgetauschten Daten nicht abgehört oder manipuliert werden können. Das World Wide Web ist so konstruiert, dass diese Sicherheit nur durch Verschlüsselung der übertragenen Informationen zu erreichen ist. Still und leise sind Kryptographie und Kryptoanalyse zu einem Thema geworden, das uns alle in immer stärkerem Maße betrifft. Simon Singh liefert nun in seinem Buch „Geheime Botschaften“ eine Geschichte der Kunst der Verschlüsselung. Die zusammengetragenen Episoden spannen einen weiten Bogen vom 5. Jahrhundert vor Christus bis zur Quanten-Kryptographie unserer Tage, und die Lektüre ist fesselnd – egal, ob sie sich um die Erfindung der Kryptoanalyse im Bagdad des 9. Jahrhundert dreht, den Einsatz von Navajo-Indianern als Code-Sprecher der US-Armee im Zweiten Weltkrieg oder um das heute bei Internet-Geschäften gängige so genannte RSA-Verfahren. Singh verliert die technischen Aspekte der jeweiligen Verschlüsselungsmethoden nie aus den Augen. Durch manchmal vielleicht etwas zu ausführliche, aber immer sehr anschauliche Beispiele wird der komplexe Stoff geschickt vermittelt, und das Buch eignet sich gerade auch für Leser, die nicht über größere Mathematik-Kenntnisse verfügen. Kurz: „Geheime Botschaften“ ist allen wärmstens zu empfehlen, die sich nicht durch technische Artikel quälen, aber dennoch eine „Schlüssel“-Technik unserer modernen Gesellschaft verstehen möchten: Die Technik, der wir in Zukunft einen immer größeren Teil unserer privaten Daten werden anvertrauen müssen. Rezensent: Jörg Lippert
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