Erich Kästner: Emil und die Detektive

angelegt von anna1980 am 19.04.2009 unter Kinder & Jugend(Hör)büche…

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Erich Kästner: Emil und die Detektive

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Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Emil und die Detektive
OA 1929 Form Kinderroman Epoche Moderne
Mit seinem ersten Kinderbuch gelang Erich Kästner eine Erneuerung des Genres, indem er die Welt der Kinder in den Mittelpunkt stellte, sie selbstständig agieren und Erwachsene nur am Rande in Erscheinung treten ließ.
Inhalt: Der Musterschüler Emil Tischbein lebt mit seiner Mutter in Neustadt. Die Ferien soll er bei Verwandten in Berlin verbringen. Mit 140 Mark versehen, die er in seiner Jacke verstaut hat, tritt er die Bahnreise an. Nach einiger Zeit schläft Emil ein und als er wieder aufwacht, ist sein Geld verschwunden. Er verdächtigt den Mann mit dem steifen Hut, Herrn Grundeis, der Dieb zu sein, der einzige weitere Fahrgast in Emils Abteil. Als der Mann aussteigt, verfolgt Emil ihn quer durch Berlin, bis der Verdächtige in einem Café Platz nimmt. Emil wagt nicht, sich an die Polizei zu wenden, da er daheim in Neustadt dem Denkmal des Großherzogs einen Schnurrbart angemalt hat. Doch der Junge findet einen Helfer in Gustav und seinen Freunden. Sie organisieren die Verfolgung des mutmaßlichen Diebs und halten die Nacht über Wache vor dem Hotel, in dem Grundeis wohnt.
Am nächsten Morgen wird der Dieb in einer Bank gestellt. Wie sich herausstellt, handelt es sich um einen gesuchten Bankräuber und Emil erhält 1000 Mark Belohnung.
Aufbau: Kästner schildert das Geschehen aus der Sicht der Kinder. Der typische Stil des Autors greift den kindlichen Jargon auf und entfaltet in anschaulicher Schilderung eine spannende Handlung. Die kindliche Gruppe ist als eine Art Korrektiv konzipiert, die das Fehlverhalten der Erwachsenen entlarvt. Als Emil allein in Berlin steht, zeigen sich die Erwachsenen abweisend, wenn nicht gar feindlich, während die Kinder spontane Hilfsbereitschaft demonstrieren. In ihrer Gruppe dominieren Kameradschaft und Pflichterfüllung, die zum gewünschten Erfolg, der Überführung des Diebes, führen.
Wirkung: Diese einseitige Schilderung der kindlichen Welt als der moralisch überlegenen brachte Kästner – auch bezüglich seiner weiteren Werke – immer wieder Kritik ein, ebenso wie die allzu aufdringliche Vermittlung moralischer Werte, wie sie etwa im Titel des letzten Kapitels von Emil und die Detektive – »Lässt sich daraus etwas lernen?« – erkennbar ist. Die kindliche Leserschaft scheint sich hiervon jedoch keineswegs abgeschreckt zu fühlen, wie der anhaltende Erfolg der Kinderromane von Kästner zeigt.
Emil und die Detektive ist weltweit einer der erfolgreichsten Kinderromane. Er wurde mehrfach verfilmt und in mehr als 30 Sprachen übersetzt. S. D.



Kurzbeschreibung
Zum ersten Mal fährt Emil allein nach Berlin, um seine Großmutter zu besuchen. Als er aber im Zug einschläft, wird ihm sein ganzes Geld gestohlen. Nur einer kann der Dieb sein: der "feine" Herr mit dem steifen Hut! Doch wie soll er ihn allein zur Strecke bringen? Glücklicherweise begegnet er Gustav mit der Hupe und seinen Jungs und eine wilde Verfolgungsjagd beginnt.
Die Geschichte vom kleinen Emil und seinen Freunden faszinierte auf seine locker-leichte Art schon Generationen von Kindern und Erwachsenen.
Erich Kästner, geboren am 23. Februar 1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war Kästner Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der "Neuen Zeitung".

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