Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses
OT Bury My Heart at Wounded KneeOA 1970 DE 1972 Form Sachbuch Bereich Geschichte
Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses, eine Darstellung des letzten Indianer-Krieges in Nordamerika (1860–90) aus der Sicht der Indianer, machte Dee Alexander Brown in kürzester Zeit zu einem der bekanntesten Autoren zur amerikanischen Geschichte. Der Autor stellt mit dem Buch viele Legenden und Geschichten über die Eroberung des Westens schonungslos in Frage.
Inhalt: Das Werk beschreibt die Eroberung des nordamerikanischen Westens, speziell von der Mississippi-Missouri-Linie bis an die Pazifikküste. Allerdings stehen in dieser Darstellung nicht die heldenhaften Siedler im Mittelpunkt, sondern die Indianer, Brown greift nicht nur auf offizielle Protokolle zurück, die während der zahllosen Verhandlungen zwischen der US-Regierung und Vertretern der Indianerstämme mitgeschrieben wurden, sondern auch auf Zeitungsinterviews, die bereits zu jener Zeit einige engagierte Reporter aufgezeichnet hatten. Mithilfe dieser relativ begrenzten Quellen rekonstruiert Brown in jeweils abgeschlossenen Einzelepisoden die wichtigsten Ereignisse, erzählt von berühmten Massakern an und von Indianern und beschreibt den langjährigen Guerillakrieg der Apachen und Comanchen. Er berichtet ausführlich vom Krieg der US-Armee gegen die Prärieindianer, die Cheyenne und Sioux, der 1876 in der Schlacht am Little Bighorn River im Untergang der 7. US-Cavallerie unter General Custer gipfelte. Das Buch ist eine unerbittliche Anklageschrift gegen alle »weißen« Amerikaner, den guten und naturliebenden Indianern stehen die verlogenen und umweltfeindlichen »weißen« Eindringlinge gegenüber.
Wirkung: Nach anfänglichen Protesten überwog der Schock über den von Brown schonungslos offen gelegten Genozid an den Indianern, wie er in den USA vorher noch nie in dieser Deutlichkeit beschrieben worden war. Dies löste in erster Linie unter liberalen Intellektuellen eine enorme Betroffenheit aus, die in folgenden Jahren viele Amerikaner zu einer völligen Kehrtwendung bei der Betrachtung ihrer eigenen Geschichte bewegte. In den USA wurde Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses bis heute über 5 Millionen Mal verkauft und im Jahr 2001 wählten die Leser der New York Times es zu einem der vier einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts. P.B.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Das Vordringen von Siedlern und Abenteurern in den Wilden Westen brachte den amerikanischen Ureinwohnern Vertreibung, Hunger, Tod und Ausrottung. In kraftvoller Prosa erzählt Dee Brown die Geschichte des amerikanischen Westens neu und entlarvt dabei viele Legenden als Lüge. Er lässt die Indianer und ihre großen Häuptlinge zu Wort kommen und setzt ihnen in diesem aufsehenerregenden Werk ein unvergleichliches Denkmal.
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